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Online Marketing

So erhöhen Sie die Öffnungsrate Ihrer E-Mail Newsletter

Haben Sie schon mal die Sendung "Höhle des Löwen" gesehen?

Dort haben angehende Unternehmer und Erfinder nur wenige Minuten Zeit um Investoren davon zu überzeugen, in Ihr Business oder Produkt zu investieren. Schlucken die "Löwen" den Köder, werden sie in das Unternehmen des Gründers investieren, falls nicht gehen die Unternehmer leer aus. 

Newsletter-Betreffzeilen sind mit diesen Pitch-Meetings vergleichbar. Sie haben nur eine minimale Zeitspanne, um Ihre Zielgruppe davon zu überzeugen auf Ihren Newsletter zu klicken. Haben Sie nicht den richtigen Anreißer genutzt, werden Ihre Newsletter - ohne geöffnet zu werden - im Nirwana des Kundenpostfachs verschwinden.

Recherchen von Return Path haben ergeben, dass ISPs durch einen automatischen Filter ca. 20% der E-Mails als SPAM herausfiltern. Versuchen Sie also dem gefürchteten Spam-Filter zu entwischen, damit Ihre Kunden den Newsletter erhalten und öffnen können. Nachfolgend erhalten Sie 6 Tricks, wie Sie Ihre Betreffzeilen optimieren können und Ihr Marketing-Team ab sofort einsetzen kann.

1. Formalitäten weglassen

In der heutigen Spam-Mailflut, werden komischerweise die Nachrichten Ihrer Freunde und Geliebten sehr gut wahrgenommen und stechen dem Empfänger direkt ins Auge. Sie sind freundlich, einladend und fast immer informativ.

Ein großer Fehler, den viele Newsletter-Versänder machen: Ihre Newsletter Betreffzeilen sind frustierend normal. Sei es durch die schlechte Ansprache oder wegen der Verwendung von generischen Überschriften. Der Empfänger ist sensibilisiert und mag keine "Roboter-Betreffzeilen". Sie sind die schnellste Fahrkarte in den Papierkorb.

Selbst wenn Sie ein B2B Unternehmen sind, am Ende des Tages, arbeiten Sie immernoch mit Menschen, die ebenso mit einem menschlichen Gegenüber kommunizieren möchten. Keiner möchte nur eine weitere Nummer auf der Kundenliste sein. Verstärken Sie dieses Empfinden nicht durch zu hohe Förmlichkeit.

Was können Sie tun? Schreiben Sie Ihre Betreffzeile ungezwungen, freundlich und hilfsbereit. Das wird Ihnen helfen Ihre Kommunikation zu vermenschlichen und Ihre Newsletter-Abonnenten werden es Ihnen mit einer Öffnung danken. Um das etwas besser zu veranschaulichen, schauen wir uns die zwei folgenden Beispiele an:

Betreffzeile A: "Alles was Sie diese Woche aus unserem Blog verpasst haben"

Betreffzeile B: "Sie haben diese Woche so viel verpasst!"

Während Betreffzeile A den Inhalt klar kommuniziert, kommt er durch seine formale Sprache und unnötiger Nennung des Unternehmens-Blogs unpersönlich, als Eigenwerbung und automatisch generiert rüber.

Auf der anderen Seite ließt sich die Betreffzeile B leichter, fast so als würde Sie von einem guten Freund stammen. Statt zu versuchen mit aller Macht den Blog zu pushen, packt die zweiter Variante Ihre Aufmerksamkeit und weckt die Neugierde, was Ihre Leser wiederum zu einem Klick motiviert.

2. Nicht verallgemeinern

Neben der Betreffzeile ist der Empfänger bzw. Leser bei der Wahrnehmung Ihres Mailings der wichtigste Faktor. Menschen mögen es nicht, E-Mails von namenlosen Fremden zu erhalten. Sie möchten lieber mit einem Ansprechpartner kommunizieren, den man bei auftauchenden Fragen oder Feedback erreichen kann.

Was können Sie tun? Statt E-Mails im Namen Ihres Unternehmens als Ganzes zu versenden, setzen Sie einen individuellen Mitarbeiter als Verfasser ein und versuchen Sie das in Ihrer Betreffzeile zu reflektieren.

Versuchen Sie Sätze mit "Ich" oder "Mich", statt "Wir" oder "Unsere" zu formulieren. Schreiben Sie in Ihrer Betreffzeile zum Beispiel statt "Unser Team freut sich mit Ihnen zusammenzuarbeiten", lieber "Ich freue mich mit Ihnen zusammenzuarbeiten".

3. Personalisieren!

Sprechen Sie Ihre Empfänger mit Ihrem Namen an. Wir Menschen reagieren eher, wenn wir unseren Namen hören, da die Nutzung des Namens die Nachricht persönlicher macht. Machen Sie sich dieses Neurologische Phänomen zu nutze und personalisieren Sie Ihre Betreffzeile dahingehend. Verwenden Sie den Vornamen oder Nachnamen Ihres Empfängers, wie in den Beispielen aus meinem eigenen Postfach:

Was können Sie tun? Wenn Sie Ihre Betreffzeile personlasieren, geben Sie dem Empfänger das Gefühl direkt mit ihm zu kommunizieren, vielleicht sogar "nur" mit ihm. Es weckt sofort dessen Aufmerksamkeit und wird Ihre Click-Through-Rate deutlich steigern. Testen Sie diese Methode einfach mit einem kleinen A/B Testing.

Haben Sie mehr Informationen über Ihre Empfänger - wie Wohnort, Geburtstag oder Beruf - können Sie das mit in Ihre Betreffzeile einbauen. Beachten Sie aber dabei, dass Sie es nicht zu weit treiben, sonst könnte der Effekt in die Hose gehen.

4. Kurz fassen

Kennen Sie das nicht auch, Sie möchten einen Film anschauen und ein Freund erzählt Ihnen bereits das Happy-End. Na super, der Spannungsbogen ist dahin. Sie wissen jetzt schon was am Ende des Films passiert bevor Sie die Einleitung gesehen haben. Sehen Sie Ihre Betreffzeile dementsprechend auch als eine sogenanntes Intro. Die eigentliche Geschichte und das Grande-Finale findet im Inhalt Ihrer E-Mail statt.

In der heutigen Zeit von Facebook, Twitter und Co. ist die Aufmerksamkeitsspanne sehr kurz. Sagen Sie alles wichtige in 50 Zeichen oder weniger, um Ihre Öffnungsraten zu erhöhen. Laut Litmus, werden E-Mails mit nur 28-39 Zeichen in der Betreffzeile tatsächlich am meisten geklickt. Also halten Sie sich knapp.

Zudem ist es auch wichtig zu beachten, dass ca. 40% der E-Mails auf einem mobilen Gerät geöffnet werden und die durchschnittliche Auflösung eines mobilen Displays kann nur die ersten 4-7 Wörter einer Betreffzeile anzeigen.

Ist Ihre Betreffzeile also zu lang, riskieren Sie Öffnungen zu verlieren und Kunden, die mobil unterwegs sind zu ignorieren.

5. Spam Wörter vermeiden

Vermeiden Sie verbindliche bzw. verpflichtende Wörter, die Ihre Kunden bereits im Voraus abschrecken könnten:

  • Kaufen
  • Bestellen
  • Sale
  • Sparen
  • Deal
  • Kostenlos

Diese Wörter scheinen auf den ersten Blick nicht schlimm zu sein, aber sie werden von Vermarktern damatisch überstrapaziert und Empfänger vermuten oftmals betrügerische Absichten dahinter.

Sie vermeiden nicht nur in den Spam-Filter zu rutschen, indem Sie kreativere Möglichkeiten finden das Interesse Ihrer Empfänger zu wecken, sondern stechen auch aus der Masse heraus.

6. Neugierde wecken

Man kann sagen, der Erfolg Ihres Mailings hängt davon ab, ob Sie das Interesse und die Neugierde Ihrer Empfänger durch Ihre Betreffzeile wecken konnten.

Finden Sie eine gute Balance zwischen psychologischen Nutzen und genug Information, um Ihre Empfänger abzuholen. 

Was können Sie tun? Versuchen Sie Ihre Betreffzeile zu optimieren, in dem Sie eine Frage stellen, ein aktuelles Thema aufgreifen oder nutzen Sie Wörter wie:

  • Exklusiv
  • Nur für kurze Zeit:
  • Gehemnisse
  • Selten
  • Außergewöhnlich

Diese Methode führt zur Selbstprüfung und wirft Fragen über das Unbekannte auf. Den Empfänger kitzelt es und er der einzige Weg das Unbekannte aufzulösen, ist die E-Mail zu öffnen und zu sehen, was sich dahinter verbirgt. Schaffen Sie das, haben Sie die Hälfte Ihrer E-Mail Marketing Schlacht gewonnen!